Lexikon der medizinischen Fachbegriffe – K

  • Ausfall des Herz-Kreislauf-Systems; ist nur innerhalb von wenigen Minuten umkehrbar, zum Beispiel durch Herz-Lungen-Wiederbelebung. Man spricht beim Herz-Kreislauf-Stillstand auch vom „klinischen Tod“.
  • Arthrose des Hüftgelenks
  • eine besonders schwere Form von Auszehrung mit starker Gewichtsabnahme, die typischerweise bei Patienten mit Krebs vorkommt
  • Giftiges Schwermetall.
  • Operative Geburt durch chirurgische Eröffnung der Bauchdecken und der Gebärmutter über einen Unterbauch-Querschnitt; ein Kaiserschnitt wird bei hohem mütterlichem und/oder kindlichem Risiko oder auf Wunsch der werdenden Mutter durchgeführt.
  • Chemisches Element der Alkalimetall-Gruppe. Es dient im Körper vor allem der Erregbarkeit der Zellmembranen, dem Wasser- und Elektrolythaushalt, dem Eiweißstoffwechsel und ist für die Steuerung der Muskeltätigkeit mitverantwortlich. Bei Sportlern kann es durch das Ausschwitzen von Kalium zu Krämpfen und Erschöpfungszuständen kommen.
  • Maßeinheit für den Energiewert (Nährwert) von Lebensmitteln
  • Die größte Menge an Kalzium (99 Prozent) findet sich im Skelett, dort bildet es zusammen mit Magnesium und Phosphat das Knochengerüst. Eine besondere Rolle spielt es daher für das Osteoporoserisiko. Kalzium ist außerdem wesentlich an der Erregungsleitung in Nerven- und Muskelzellen beteiligt, beeinflusst die Blutgerinnung und zahlreiche Enzyme.
  • Medikamente, die den Kalziumeinstrom in die Gefäße unterbinden und die Gefäße so erweitern. Dadurch sinkt der Blutdruck.
  • Lebensbedrohliche Herzrhythmusstörung, bei der ungeordnete elektrische Erregungen in den Herzkammern ablaufen. Der Herzmuskel kontrahiert sich nicht mehr effektiv und pumpt so kaum mehr Blut in den Kreislauf.
  • Kleinste Blutgefäße zwischen Venen und Arterien, die für den Stoff- und Gasaustausch zwischen Blut und Gewebe zuständig sind.
  • Erstmals 1872 vom österreichischen Dermatologen Moritz Kaposi beschrieben. Eine bösartige Form von Hautkrebs, rötlich-bläulicher Tumor, der von den Blutgefäßen ausgeht und vor allem an Haut und Schleimhaut, aber auch Lymphknoten und inneren Organen (Lunge, Darm) auftritt.
  • Der Magenmund schließt sich an die Speiseröhre an und ist gegen sie durch den unteren Speiseröhrenschließmuskel abgegrenzt. Bei ungenügendem Verschluss entsteht die sogenannte Refluxkrankheit, bei der saurer Mageninhalt in die Speiseröhre zurückfließt.
  • das Herz betreffend
  • Schockform, vom Herzen ausgehend. Zum Beispiel bei Herzinfarkt, wenn die Kontraktionskraft des Herzmuskels so stark eingeschränkt ist, dass er nicht genügend Blut in den Kreislauf pumpen kann.
  • Herzmuskelerkrankung – etwa infolge eines Infekts
  • Entzündung des Herzens
  • Erkrankung des Zahnschmelzes und Dentins, bei der Bakterien im Zahnbelag den Zahn zerstören. Bei der Vorstufe der Initialkaries bilden sich Demineralisierungen im Schmelz, bei der Dentinkaries ist auch das Dentin betroffen. Im schlimmsten Fall dringt die Karies bis zur Pulpa vor.
  • Eine umfangreiche Klasse an natürlichen Farbstoffen, die beispielsweise Pflanzen eine gelbe bis rote Färbung verleihen. Bekanntestes Karotinoid ist das beta-Carotin der Karotte (auch Pro-Vitamin A genannt).
  • Arteria carotis, Halsschlagader
  • Krebsauslösende Substanzen.
  • Seltene, bösartige Tumoren, die bevorzugt im Magen-Darm-Trakt und in der Lunge auftreten und sich von bestimmten hormonbildenden Zellen ableiten. Bei Gastritis Typ A kommt es gelegentlich zu Karzinoidentstehung als Komplikation.
  • Vom Epithel ausgehender bösartiger Tumor.
  • Operative Entfernung der Hoden beim Mann oder der Eierstöcke bei der Frau.
  • Trübung der Augenlinse.
  • Röhrchen oder Schlauch aus Kunststoff, Metall oder Glas, das in Hohlorgane wie Harnblase, Magen, Darm, Gefäße, Herz etc. eingeführt werden kann, um diese zu untersuchen, zu spülen oder zu entleeren.
  • andere Bezeichnung für Magnetresonanztomografie (MRT). Der Computertomografie ähnelnde Untersuchungsmethode, die aber zur Messung Magnetfelder anstelle von Röntgenstrahlen benutzt und noch genauere Bilder liefert
  • Durch absoluten Insulinmangel hervorgerufene Übersäuerung des Körpers, die in einem Koma diabetikum (siehe dort) enden kann.
  • Erkrankung der Herzkranzgefäße, die durch Arteriosklerose verursacht wird; Ablagerungen führen zu Gefäßverengungen und damit zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur. Hauptsymptom der KHK ist die Angina pectoris, mit zunehmendem Fortschreiten erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt und andere Krankheiten.
  • Eine Herzklappe schließt nicht richtig. Ist eine Klappe zwischen Herzvorhof und Kammer (Segelklappe) undicht, kommt es zum Rückfluss von Blut in den Vorhof und nachfolgend zur Überlastung.
  • eine Herzklappe öffnet sich nicht vollständig; das Herz kann nur für begrenzte Zeit gegen eine verengte Klappe anpumpen, später kommt es zur Herzschwäche.
  • Platzangst – die Betroffenen haben Angst Fahrstuhl zu fahren und größere Menschenansammlungen zu ertragen.
  • Schlaganfall ohne (erkannte) Beschwerden
  • die auf Sebastian Kneipp zurückgehenden Behandlungen mit kaltem Wasser und Wechselbädern
  • Das wichtigste blutbildende Organ des Menschen, das heißt hier werden fast alle Blutzellen des Menschen gebildet. Das Knochenmark füllt die Hohlräume der Knochen aus.
  • Bei der Knochenmarkpunktion wird in örtlicher Betäubung eine spezielle Nadel in den Knochen eingestochen und bis in das Knocheninnere vorgeschoben. Mit einer Spritze lässt sich eine Probe des Knochenmarks entnehmen und untersuchen.
  • Bezeichnung für eine herabgesetzte blutbildende Funktion des Knochenmarks. Häufige Nebenwirkung bei Chemotherapie.
  • Stammzellen (siehe dort) aus dem Knochenmark des Spenders werden dem Empfänger verabreicht.
  • Noch nicht mineralisierte Knochengrundsubstanz, die von den Osteoblasten (siehe dort) gebildet wird.
  • Nuklearmedizinisches Verfahren zur Darstellung der Knochenbeschaffenheit. Es wird eine gering radioaktive Substanz in die Vene gespritzt und dessen Verteilung innerhalb des Knochens verfolgt. Wird zum Nachweis von Knochenmetastasen angewendet.
  • Fehlstellung der Finger bei lang bestehender rheumatoider Arthritis, bei der die Fingermittelgelenke gebeugt und die Endgelenke stark überstreckt sind
  • Das Denken und Verstehen betreffend.
  • Biologisch bedeutsame Stoffklasse, zu der auch Zucker gehört. Sie stellt einen großen Anteil an der Nahrung dar und ist zum Beispiel als physiologischer Energieträger und als Stützsubstanz vor allem im Pflanzenreich wichtig.
  • Gibt die Menge von Kohlenhydraten in einem Nahrungsmittel an. Im Gegensatz zur früher verwendeten Broteinheit BE wird die Berechnung mit KE erleichtert. 1 KE entspricht 10 g Kohlenhydrate.
  • Gruppe von Porteinen, die vor allem für die Faserbildung im Körper verantwortlich sind.
  • bei Blutgefäßen: seitlich neben einem anderen verlaufendes Gefäß
  • Umgehungskreislauf, bildet sich, wenn das Gewebe durch die bereits vorhandenen Blutgefäße nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird, z. B. bei der peripheren Arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK) oder bei ausgeprägten Krampfadern
  • Röntgenologische Darstellung des Dickdarms.
  • Medizinische Bezeichnung des Dickdarmkrebses, der im Kolon oder im Mastdarm (Rektum) lokalisiert sein kann.
  • Bewusstlosigkeit ohne Erweckbarkeit
  • Bewusstlosigkeit durch Austrocknung und Übersäuerung des Körpers, eine lebensgefährliche Komplikation vor allem bei Typ-1-Diabetes.
  • Medikament, das mehrere Wirkstoffe enthält
  • Behandlung mit mehr als einem (Basis-)Medikament.
  • Syn.: Alternativmedizin: unterschiedlichste Methoden, die oft die „ Schulmedizin“ ergänzen oder auch ersetzen.
  • Schmerzhafte Erkrankung eines oder mehrerer Gliedmaßen, die auf eine gestörte Schmerzverarbeitung infolge einer Entzündung oder Verletzung zurückzuführen ist. Der Hamburger Chirurg Paul Sudeck (1866 bis 1945), der die Krankheit erstmals beschrieb, sprach von einer „entgleisten Heilentzündung“. Die Erkrankung kann bis zum Funktionsverlust des betroffenen Körperteils (oft Hände oder Füße) führen.
  • Unterscheidet sich vom fokalen Anfall dadurch, dass es zu Bewusstseinsstörungen kommt. Gedächtnislücken können nach dem Anfall auftreten.
  • Verband, der Druck ausüben soll. Beispielweise nach einer Krampfaderoperation oder -verödung, aber auch allgemein zur Vorbeugung, Behandlung und Nachsorge bestimmter Venenerkrankungen wie Krampfadern angelegt wird. Er übt Druck aus, dadurch verengen sich die krankhaft erweiterten Venen. Auf diese Weise verbessert sich der Rückstrom des Blutes zum Herzen.
  • mechanisches Verhütungsmittel.
  • Hilfsmittel bei Inkontinenz, das wie ein Kondom aussieht, über den Penis gezogen wird und durch das der Harn in einen Sammelbeutel laufen kann
  • Entfernung eines kegelförmigen Gewebsstückes aus dem Gebärmutterhals.
  • Störung des Handelns in Verbindung mit räumlichem Vorstellungsvermögen und Denken bezeichnet; beispielsweise fehlt beim Zeichnen oder Nachzeichnen eine räumliche Perspektive
  • Im medizinischen Sinne Personen, die engeren Kontakt mit einer an einer Infektion erkrankten Person haben. Kontaktpersonen tragen das Risiko, sich mit dieser Infektion anzustecken. Bei bestimmten Erkrankungen (zum Beispiel Tuberkulose) müssen Kontaktperson medizinisch beobachtet, gegebenenfalls geimpft oder sogar isoliert werden.
  • Gegenanzeige, Nichtanwendbarkeit, Anwendungseinschränkung (z. B. eines Medikaments)
  • Gegenanzeige
  • Bereitschaft eines Muskels, sich zusammenzuziehen
  • Verkürzung oder Anspannung, z. B. eines Muskels
  • Kraft, mit der sich ein Muskel zusammenzieht.
  • Gelenkversteifung
  • Stoffe, die die Darstellung von Strukturen und Funktionen des Körpers in bildgebenden Verfahren wie zum Beispiel dem Röntgen verbessern.
  • Therapieform, die bei Personen mit Typ-1-Diabetes nur noch in Ausnahmefällen angewendet wird; nach einem mit dem Arzt abgesprochenen Tagesplan spritzen die Patienten eine vorher festgelegte Menge Insulin und dürfen nur zu bestimmten Uhrzeiten festgelegte Kohlenhydratmengen zu sich nehmen.
  • 1. Schnitt- und Bildebene bei der Computer- oder Magnetresonanztomografie, bei der das Gewebe (zum Beispiel das Gehirn) scheibenweise von vorne nach hinten dargestellt wird; 2. die Herzkranzgefäße betreffend
  • Über einen Linksherzkatheterismus durchgeführte Untersuchung, die nach Kontrastmittelgabe das Lumen (den Innenraum) der Herzkranzgefäße sichtbar machen kann.
  • Erkrankung der Herzkranzgefäße, die durch Arteriosklerose verursacht wird. Ablagerungen führen zu Gefäßverengungen und damit zu einer verminderten Durchblutung und Sauerstoffversorgung der Herzmuskulatur. Hauptsymptom der KHK ist die Angina pectoris, mit zunehmendem Fortschreiten erhöht sich das Risiko für einen Herzinfarkt und andere Krankheiten.
  • Der Körperkreislauf startet in der linken Herzkammer, die sauerstoffreiches Blut in die Hauptschlagader, die Aorta, pumpt. Der Körperkreislauf heißt auch großer Kreislauf, weil er vom Gehirn über die Eingeweide bis zur Haut und den Muskeln den gesamten Körper mit Blut versorgt.
  • krankhaft erweiterte, geschlängelte Vene, bei der die Venenklappen nicht mehr richtig schließen, so dass das Blut stagniert oder gar in die Beine zurückfließt statt zum Herzen
  • Bei einem epileptischen Anfall kommt es zu unkontrollierten elektrischen Entladungen der Nervenzellen.
  • Hauttest zur Abklärung einer Typ-I-Allergie. Beim Scratchtest wird die Haut mit einer Lanzette oberflächlich eingeritzt. Dieser Test wird vor allem zur Abklärung von Nahrungsmittelallergien eingesetzt.
  • Ausscheidungsform des Kreatins, das sich als Energiereserve im Muskel befindet. Das Kreatinin wird über die Niere ausgeschieden und ist ein Maß für die Nierenfunktion.
  • Enzym, das in Herzmuskelzellen und nach einem akuten Herzinfarkt durch Zelluntergang auch im Blut vermehrt vorkommt; dadurch dient es als diagnostischer Marker bei einem akuten Herzinfarkt.
  • Man spricht von Kreuzallergie, wenn ein Antikörper gegen ein bestimmtes Allergen auch in Bezug auf andere Fremdstoffe eine allergische Reaktion auslöst.
  • Feines Schabinstrument, mit dem beispielsweise bei der Parodontitis-Behandlung der Zahnstein aus den Zahnfleischtaschen entfernt wird.
  • Die linke Magenkante ist größer und stellt die linke Krümmung des Magens dar.
  • Die rechte Magenkante stellt die rechte, kleinere Krümmung des Magens dar.
  • unmittelbares Gedächtnis; Fähigkeit, einen gerade abgelaufenen Sachverhalt beziehungsweise eine begrenzte Anzahl von Informationen für wenige Sekunden zu behalten
  • Durch übertriebenes, starkes Atmen (auch Hyperventilation genannt) besteht die Gefahr eines Muskelkrampfes. Ursache ist eine durch vermehrte Kohlendioxidabatmung hervorgerufene Verschiebung des Säure-Basen-Haushalts im Blut.
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