Lexikon der medizinischen Fachbegriffe – H

  • Nachweismethode für die Laktose- und Fruktose- Malabsorption (=mangelhafte Aufnahme).
  • Röhrenförmige Einstülpung der Hautoberfläche, an deren Basis sich die Haarwurzel befindet, aus der das Haar herauswächst.
  • Unter HAART (engl. highly active antiretroviral therapy, hoch aktive antiretrovirale Therapie) versteht man die Kombinationstherapie aus Protease-Hemmern und Reverse-Transkriptase-Hemmern, welche bei der Therapie von HIV und AIDS zum Einsatz kommen. Heute verwendet man eher den Begriff cART für combined Anti-Retroviral-Therapy
  • Untersuchung zur Erkennung von verstecktem Blut im Stuhl zur Frühdiagnose von Dickdarmkrebs.
  • Stäbchenbakterium, das die Schleimhäute der oberen Atemwege besiedelt und dort entzündliche Erkrankungen (Bronchitis, Lungenentzündung) hervorrufen kann. Bei Kleinkindern ist Hämophilus influenzae Typ B (Hib) vor allem als Erreger einer Kehldeckelentzündung (Epiglottitis) oder Hirnhautentzündung (Meningitis) gefürchtet. Prophylaktisch wird daher eine Schutzimpfung gegen Hib im Säuglingsalter empfohlen.
  • Lähmung einer halben Körperseite
  • Zeit, in der die Konzentration eines Stoffes im Gewebe auf die Hälfte abgesunken ist.
  • Bluterbrechen; bei einer frischen Blutung sieht man hellrotes Blut, bei Einwirkung von Magensäure sieht das erbrochene Blut „kaffeesatzartig“ aus
  • Prozentualer Anteil aller Blutzellen am gesamten Blutvolumen.
  • Blutung, Bluterguss.
  • Diese genetisch bedingte Erkrankung wird auch als Eisenspeicherkrankheit bezeichnet. Der Gendefekt verursacht eine erhöhte Eisenaufnahme im oberen Dünndarm. Eisen wird so im Übermaß aufgenommen. Der Körper hat aber keine Möglichkeit, dieses Eisen auszuscheiden. Die Folge: Es wird in Organe wie der Leber, der Bauchspeicheldrüse, Herz, Hirnanhangsdrüse und in den Gelenken eingelagert.
  • Künstliche Blutwäsche bei schweren Nierenschäden oder komplettem Funktionsverlust der Nieren. Mittels einer Membran, die einen kontrollierten Austausch von Stoffen zulässt, werden nephrotoxische (=nierenschädigende) und harnpflichtige Substanzen herausgefiltert.
  • Blutverdünnung
  • die Blutströmung betreffend
  • Eisenhaltiger roter Blutfarbstoff in den roten Blutkörperchen; bindet den Sauerstoff.
  • Seltene Krankheit, die vor allem Säuglinge und Kleinkinder betrifft. Geht einher mit Nierenversagen, Mangel an Blutplättchen sowie Zerstörung und deshalb Verminderung der roten Blutkörperchen und reduzierter Sauerstofftransport-Kapazität des Blutes. Ursache sind meistens Infektionen mit Toxin bildenden Erregern, aber es gibt auch nicht infektiöse Formen.
  • Blutarmut, die durch krankhafte Auflösung, beschleunigten Abbau oder verkürzte Überlebensdauer der roten Blutkörperchen verursacht werden kann.
  • Bluterkrankheit, bei Hämophilie Typ A fehlt in 90 Prozent der Fälle der Blutgerinnungsfaktor VIIIC, in 10 Prozent der Fälle ist er inaktiv. Bei Hämophilie Typ B fehlt Faktor IX.
  • Erweiterung der arteriovenösen Blutpolster, die im Bereich des Analkanals zusammen mit den Schließmuskeln für den Verschluss des Anus sorgen. Hämorrhoiden werden meist durch starke Druckerhöhung, ballaststoffarme Kost, Bindegewebsschwäche oder langes Sitzen hervorgerufen. Typische Symptome sind Schmerzen beim Stuhlgang, hellrote Blutauflagerungen, Juckreiz und Hautausschläge im Bereich des Afters.
  • Abbauprodukt von Purinen (Eiweißen)
  • Bildung eines Steins aus Harnsäurekristallen
  • Hauptendprodukt des Eiweiß- und Aminosäurestoffwechsels, dabei wird stickstoffhaltiges Ammonium in Harnstoff umgewandelt. Harnstoff wird über den Harn ausgeschieden.
  • Zuckerausscheidung im Harn (Urin)
  • Chronische Entzündung, die durch eine organspezifische Autoimmunerkrankung ausgelöst wird: Die Immunzellen des Körpers greifen das Schilddrüsengewebe an und zerstören es schließlich. Dadurch büßt die Schilddrüse immer mehr an Funktion ein. Es kommt zu einem Mangel an den Schilddrüsenhormonen T3 und T4.
  • In den Hauptzellen der Magenschleimhaut, die sich im Korpus- und Fundusbereich befinden, wird Pepsinogen produziert, das unter Anwesenheit von Magensäure zu der aktiven Form Pepsin wird. Pepsin leitet die Eiweißverdauung ein.
  • Allergietestungen, die an der Haut durchgeführt werden.
  • Harnsäureablagerungen in der Haut
  • Das sogenannte Blutzuckergedächtnis. Messbarer Wert, der Auskunft darüber gibt, wie viel Zucker in den letzten 120 Tagen im Blut war.
  • Während der Schwangerschaft von der Plazenta (Mutterkuchen) gebildetes Hormon, das für die Schwangerschaftserhaltung zuständig ist. Es lässt sich im Blut frühestens 7 Tage nach der Befruchtung nachweisen, im Urin erst nach etwa 12-14 Tagen.
  • Weltweit verbreiteter Keim, der mithilfe seines Enzyms Urease in der Lage ist, aus Harnstoff Ammoniak zu bilden und so die Magensäure zu neutralisieren. Er ist Erreger der Gastritis Typ B und wirkt wesentlich an der Entstehung von Magen- und Zwölffingerdarmgeschwüren mit.
  • halbseitig aufgehobene Berührungs- und Schmerzempfindung
  • Halbseitenblindheit; halbseitiger Ausfall des Gesichtsfelds auf beiden Augen;
  • halbseitig verminderte Berührungs- und Schmerzempfindung
  • Leichte und unvollständige halbseitige Körperlähmung.
  • Immunologisch bedingte Gerinnungsstörung, die durch die Bildung von Abwehrstoffen (Hemmkörpern) gegen Blutgerinnungsfaktoren verursacht wird. Häufig nach wiederholter Gabe von Gerinnungsfaktoren (VIII bzw. IX) bei der Therapie von Hämophilie A bzw. B, aber auch als erworbene Hemmkörper-Hämophilie vorkommende, spontan bei ursprünglich „Gerinnungsgesunden“ auftretende Gerinnungsstörung.
  • Wirkstoff, der die Blutgerinnung hemmt
  • Die Leber betreffend.
  • Leberentzündung, die durch Viren ausgelöst wird. Es gibt mehrere Formen, wobei vor allem die Typen A, B und C eine große Rolle spielen. Hepatitis A wird durch Schmierinfektionen über den Stuhlgang übertragen und heilt immer aus. Die Formen B und C werden auf dem gleichen Weg wie HIV übertragen und neigen dazu, chronisch zu werden. Eine Leberzirrhose, aber auch Leberkrebs können dann die Folge sein.
  • (lat.) erblich.
  • Medizinisches Gerät, das die Pumpfunktion des Herzens und die Lungenfunktion für den Zeitraum einer Operation ersetzen kann; das Blut wird über einen Schlauch aus dem Körper geleitet und mit Sauerstoff angereichert. Das abzuatmende Gas Kohlendioxid wird herausgefiltert, das Blut erwärmt und wieder in den Körper zurückgeführt.
  • Synonym für Herzneurose
  • Flüssigkeitsansammlung um das Herz herum im Herzbeutel, führt zur Bewegungseinschränkung des Herzmuskels.
  • Bildgebende Untersuchung des Herzens mithilfe von Ultraschall.
  • Akute und lebensbedrohliche Erkrankung des Herzens, bei der wegen einer Durchblutungsstörung Teile des Herzmuskels absterben.
  • es gibt eine rechte und linke Kammer; sie bilden zusammen mit den Vorhöfen das Zentrum des Herzens, sie leiten das Blut aus den Vorhöfen weiter in den Lungenkreislauf beziehungsweise in den Körperkreislauf.
  • Instrument zur Untersuchung und Therapie des Herzens beziehungsweise der Herzkranzgefäße: Es lassen sich (mithilfe eines Röntgen-Kontrastmittels) die Herz- und Gefäßstrukturen auf einem Röntgenbild sichtbar machen, die Herzkammern vermessen sowie Blutfluss, Blutdruck, Blutvolumen und Herzmuskelkraft beurteilen. Darüber hinaus kann durch den Katheter zur Therapie ein Stent (siehe dort) eingeführt werden.
  • Eine Untersuchung des Herzens, bei der ein feiner Kunststoffschlauch durch eine Arterie oder Vene bis in das Herz vorgeschoben wird. Über empfindliche Messgeräte können Drucke im Herzen sowie das Herzminutenvolumen gemessen werden. Wird über den Schlauch ein Kontrastmittel eingespritzt, stellen sich auf dem Röntgenbild die Herzkranzgefäße dar.
  • ventilartige Verschlüsse zwischen den Herzkammern und zu den abführenden Blutgefäßen
  • Arterien, die auf der Oberfläche des Herzens angeordnet sind und den Herzmuskel mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgen.
  • Bei langsamen (bradykarden) Herzrhythmusstörungen fällt die Herzfrequenz längerfristig unter 60 Schläge pro Minute, bei schnellen (tachykarden) Herzrhythmusstörungen schlägt das Herz in Ruhe öfter als 100 Mal pro Minute. Ist der Rhythmus zudem unregelmäßig, spricht man von Arrhythmie. Die häufigsten krankhaften Ursachen sind  eine koronare Herzkrankheit (KHK), Herzmuskelerkrankungen und Herzklappenerkrankungen.
  • Unter der Haut implantierter Impulsgeber, der eine gleichmäßige Herzfrequenz gewährleistet. Moderne Geräte können sich auf die Bedürfnisse des Körpers einstellen.
  • es gibt einen rechten und einen linken Vorhof; sie bilden zusammen mit den Kammern das Zentrum des Herzens, sie nehmen das Blut auf aus dem Lungenkreislauf bzw. in dem Körperkreislauf und leiten es weiter in die Kammern.
  • Die Heublume ist eine Heilpflanze, die unter anderem bei Rheuma eingesetzt wird – zum Beispiel in Form eines Heublumenbads. Mehr über die Heublume erfahren Sie hier.
  • Schlaganfall
  • Minderung der geistigen Leistungsfähigkeit; unspezifisches Zeichen vieler Krankheiten mit Beteiligung des Gehirns.
  • umschriebene oder allgemeine Hirnschwellung durch Flüssigkeitseinlagerung
  • Am Kopf angebrachte Elektroden messen von nahen, unter der Kopfoberfläche liegenden Nervenzellen ausgehende, sich rhythmisch ändernde Wechselfelder.
  • Als Hirnstamm werden die unterhalb des Zwischenhirns liegenden Bereiche des Gehirns bezeichnet. Er untergliedert sich in Mittelhirn, Brücke und verlängertes Rückenmark.
  • Histamin-Unverträglichkeit.
  • HIV-negativ ist eine Person (beziehungsweise eine Blutprobe), wenn eine HIV-Infektion mittels eines Tests nicht nachgewiesen wird.
  • Entnahme einer Gewebeprobe unter örtlicher Betäubung und Ultraschallkontrolle mit einer Stanznadel; die gewonnenen Gewebeproben sind größer als bei der Feinnadelpunktion und sagen deshalb mehr darüber aus, ob eine Gewebeveränderung bösartig ist.
  • nach derselben Seite gerichteter halbseitiger Gesichtsfeldausfall auf beiden Augen; bei einer homonymen Hemianopsie nach links ist zum Beispiel das Gesichtsfeld auf beiden Augen nach links ausgefallen, das heißt auf dem linken Auge die äußere, temporale und auf dem rechten Auge die innere, nasale Hälfte
  • Das vom deutschen Arzt Samuel Hahnemann entwickelte Therapieverfahren beruht auf dem Prinzip, dass Ähnliches mit Ähnlichem behandelt wird (Similia similibus curentur). Durch homöopathische Medikamente soll der Körper zur Selbstheilung angeregt werden. Zum Beispiel sollen Substanzen, die Brechreiz verursachen, in niedrigster Dosierung Übelkeit vorbeugen oder behandeln.
  • Genauer: Anti-Hormontherapie, da die Hormonausschüttung gebremst werden soll. Behandlungsmöglichkeit bei Brustkrebs, falls die Krebszellen Hormonrezeptoren haben; durch die (Anti)-Hormontherapie wird die Wachstum-stimulierende Wirkung des Hormons Östrogen unterbunden.
  • Durchsichtiger vorderer Teil der Augapfelhülle.
  • In der Plazenta gebildetes Hormon, das unter anderem die Brustdrüsenvergrößerung in der Schwangerschaft verursacht.
  • Bei der Geburt nicht voll ausgereiftes Hüftgelenk.
  • Krankhafter Gewebeuntergang von Knochen und Knorpel des Hüftkopfes; bedingt durch eine Durchblutungsstörung des Hüftkopfes z.B. nach Schenkelhalsbruch oder Hüftgelenksluxation.
  • Glasartige, transparente Eiweißkörper unterschiedlicher Zusammensetzung, die v.a. in Drüsenzellen, Haaren und bei Krankheiten auch in Zellwänden vorkommen.
  • Ein Gel auf Wasserbasis, das aber wasserunlöslich ist und dessen Moleküle chemisch zu einem dreidimensionalen Netzwerk verknüpft sind. Hydrogele können in Wasser quellen, behalten aber ihre Struktur.
  • bei dieser Therapieform kommt Wasser (griech. Hydor) zum Einsatz – bei Patienten mit ALS vor allem in Form von Bewegungsbädern. Auch Waschungen, Wickel, Güsse und Dampfbäder gehören zur Hydrotherapie.
  • verminderte Empfindlichkeit gegenüber Schmerzreizen
  • verminderte Empfindlichkeit gegenüber Berührungsreizen
  • erhöhter Cholesteringehalt im Blut
  • Überzuckerung
  • Wissenschaftliche Bezeichnung für Johanniskraut, einem pflanzlichen Wirkstoff, der bei leichten bis mittelschweren Depressionen eingesetzt werden kann.
  • Erhöhte Insulinausschütttung aufgrund verminderten Ansprechens der Zellen auf Insulin (Insulinresistenz).
  • erhöhter Fettgehalt im Blut
  • Überempfindlichkeit; bei Asthma der Zustand der Bronchien, der zu den Krankheitssymptomen führt
  • Zeichen einer allgemeinen Funktionsstörung des Gehirns bei extrem starker Blutdruckerhöhung.
  • Erhöhter Gehalt an Triglyzeriden (Neutralfette) im Blut.
  • Erhöhte Konzentration von Harnsäure im Blut.
  • Vertiefte und beschleunigte Atmung mit nachfolgender Verschiebung des Kohlendioxidgehaltes im Blut. Häufig kommt es zur typischen Verkrampfung der Unterarmmuskulatur, zur „Pfötchenstellung“.
  • Schlafmittel
  • Unterzuckerung
  • Abschnitt des Zwischenhirns, der das vegetative Nervensystem (siehe dort) steuert und u.a. für die Aufrechterhaltung von Temperatur und Blutdruck, die Regulation der Nahrungsaufnahme, für den Schlafrhythmus und die Steuerung des Sexualverhaltens zuständig ist.
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