Lexikon der medizinischen Fachbegriffe – G

  • Zusatzverfahren der Mammografie, bei dem die Milchgänge durch Kontrastmittelgabe sichtbar gemacht werden können
  • Natürlich vorkommendes Monosaccharid (Einfachzucker).
  • Im Labor gefertigte Zahnfüllung aus Keramik, die mit einer dünnen Goldschicht ausgekleidet ist; das Gold macht das Inlay passgenauer und haltbarer.
  • Mit dünner Goldschicht ausgekleideter fester Zahnersatz aus Keramik; das Gold macht die Krone passgenauer und haltbarer, verhindert Allergien und Verfärbungen und verleiht dem Zahn ein sehr natürliches Aussehen.
  • frühere Bezeichnung für Immunglobuline (Antikörper); Proteinfraktion im Plasma, die überwiegend Antikörper enthält.
  • Die gamma-GT ist ein wichtiges Enzym des Eiweißstoffwechsels und befindet sich in vielen Organen und Geweben. Bei einer Reihe von Leber- und Gallenwegserkrankungen steigt die Konzentration der gamma-GT im Blut an. Sie ist somit ein sensitives Mittel zur Diagnostik von Funktionsstörungen der Leber oder der Gallenwege.
  • Ein Gewebehormon, das in den G-Zellen des Magens gebildet und auf verschiedene Reize hin in das Blut ausgeschüttet wird. Es regt an den Beleg- und Hauptzellen des Magens die Produktion von Magensaft an. Reize zur Ausschüttung sind zum Beispiel: Dehnung im Bereich des Magenausgangs, Koffein, Alkohol und ein pH-Anstieg des Magensafts über 2,5.
  • Fachrichtung, die sich mit den Erkrankungen des Magen-Darmtraktes beschäftigt.
  • Die sogenannte Magenspiegelung ist die endoskopische Untersuchung des Magens unter Verwendung eines flexiblen Spezialendoskops (Gastroskop). Es besteht gleichzeitig die Möglichkeit zur Probeentnahme (Biopsie) und Durchführung kleinerer Eingriffe wie der Laserkoagulation blutender Gefäße.
  • Zum inneren weiblichen Genitaltrakt gehörendes Organ, das zwischen Harnblase und Enddarm im kleinen Becken liegt. Die Gebärmutter besteht aus Gebärmutterkörper (Corpus uteri) und Gebärmutterhals (Cervix uteri). Die Innenwand ist mit Schleimhaut (Endometrium) ausgekleidet, die den Hormonschwankungen des Zyklus unterliegt. In der Gebärmutter wächst die befruchtete Eizelle zum geburtsreifen Fötus heran.
  • Diese liegt vor, wenn die Beckenbodenmuskulatur die Gebärmutter nicht mehr in ihrer Position halten kann. Dadurch „hängt" das Organ tiefer im Becken als normalerweise. Es gibt unterschiedliche Schweregrade einer Gebärmuttersenkung. In manchen Fällen rutscht die Gebärmutter teilweise oder sogar ganz aus der Scheide heraus. Dies wird als Gebärmuttervorfall (Uterusprolaps) bezeichnet.
  • Durch Schwächung des Halteapparates kommt es zunächst zu einem Absinken der Beckenorgane in Richtung der Scheide. Bei fortgeschrittenem Vorfall, dem Gebärmuttervorfall, kann sich die Scheide so „umstülpen“, dass der Muttermund der Gebärmutter bis in den Scheideneingang hervorragt.
  • Gefäßöffnung, lichte Weite
  • (Kontraindikation) Beschwerden, Erkrankungen oder Umstände, zum Beispiel Schwangerschaft, bei denen das Medikament nicht oder nur mit Einschränkungen nach Rücksprache mit dem Arzt angewandt werden darf.
  • Meist einmaliger epileptischer Anfall ohne andauernde Hirnfunktionsstörung, der nur durch besondere Umstände und Situationen (Schlafentzug, im Kindesalter durch Fieber etc.) bei als gesund geltenden Menschen ausgelöst wird.
  • Aphasie mit Störung sowohl des Sprachverständnisses als auch der Sprachbildung
  • Epileptische Anfallsform, bei der meist das gesamte Gehirn, zumindest aber Anteile beider Gehirnhälften gleichzeitig betroffen sind. Ein generalisierter Anfall kann aus einem fokalen Anfall hervorgehen, der sich über das gesamte Gehirn ausbreitet. Man spricht dann von einer sekundären Generalisierung.
  • Eiweißstoffe, die am Ablauf der Blutgerinnung beteiligt sind und im Blutplasma und in den Blutplättchen vorkommen. Im weiteren Sinne gehören auch Kalzium und einige Vielfachzucker dazu.
  • Wirkstoffe, die die Blutgerinnung hemmen.
  • Ausfall, Lücke im Gesichtsfeld; häufiges Symptom beim Schlaganfall
  • Neben den Östrogenen die zweite wichtige Klasse der weiblichen Geschlechtshormone. Als Bestandteil der „Antibabypille“ werden Gestagene als Verhütungsmittel eingesetzt. An der Brust wirken Gestagene den Östrogenen entgegen. Sie können in der Anti-Hormontherapie gegen Brustkrebs eingesetzt werden.
  • entwickelt sich zu weiten Teilen aus der Psychoanalyse. Sie versteht sich als ganzheitliche Therapie, also als eine Therapie, die von der Einheit von Körper, Geist und Seele ausgeht. Das bedeutet, es können z. B. auch Bewegung, Malen, Berührungen und Atemübungen einbezogen werden. Sie beruht zu großen Teilen auf den Grundlagen der Gestaltpsychologie.
  • Spezielle Form des Diabetes, der durch eine Schwangerschaft ausgelöst wird und unbehandelt ernste Risiken für Mutter und Kind birgt. Meistens bildet sich diese Form der Zuckerkrankheit nach der Schwangerschaft zurück.
  • Eine rheumatische Gelenkentzündung durch ein Überangebot an Harnsäure.
  • akute schmerzhafte Entzündung eines Gelenkes durch Harnsäurekristalle.
  • Durchbruch der Harnsäurekristalle durch die Haut
  • Zahnfleisch
  • Material zur Zahnfüllung, das wegen der geringen Haltbarkeit nur für Übergangsfüllungen, Füllungen im Milchzahngebiss und zur Befestigung von Zahnersatz verwendet wird
  • Auch Grüner Star genannt, eine der häufigsten Erkrankungen des Auges. Mit den meisten Formen eines Glaukoms geht eine Augeninnendruckerhöhung einher. Ein Glaukom kann zur Sehnervenschädigung und schlimmstenfalls zur Erblindung führen.
  • Nicht wasserlöslicher Eiweißanteil des Glutens.
  • allgemein, umfassend
  • umfassende Sprachstörung, sowohl das Verstehen als auch die Sprachbildung betreffend
  • Auch Senföle genannt. Glucosinolate sind schwefel- und stickstoffhaltig und verleihen vielen Pflanzen dadurch einen bitteren Geschmack. In der Naturheilkunde werden sie oft wegen ihrer antimikrobiellen Wirkungen verwendet.
  • Das wichtigste Hormon zur Anhebung des Blutzuckerspiegels aus den Langerhansschen Inseln in der Bauchspeicheldrüse; eine Glucagonspritze wird beim diabetischen Unterzuckerungskoma verabreicht.
  • ein in der EU zugelassener Lebensmittelzusatzstoff, der zum Beispiel in asiatischem Essen, Fertiggerichten oder Würzsoßen enthalten ist. Glutamate sind Salze der Aminosäure Glutaminsäure. Lebensmittel mit Glutamat müssen mit dem Hinweis „mit Geschmacksverstärkern“ gekennzeichnet werden. Glutamat steht immer wieder in der Kritik, gesundheitsschädlich zu sein. Bis jetzt wurden gesundheitliche Schäden jedoch nicht nachgewiesen. Menschen, die auf Glutamat überempfindlich reagieren, sollten den Zusatzstoff dennoch so gut es geht meiden.
  • auch bekannt als AST oder ASAT für Aspartat-Amino-Transferase; GOT gehört zu den Transaminasen. Das sind Enzyme, die am Zellstoffwechsel beteiligt sind und den Abbau und Umbau von Eiweißbausteinen beeinflussen. GOT hat eine diagnostische Bedeutung zur Erkennung und auch zur Verlaufsbeurteilung einer Lebererkrankung. Ein erhöhter Wert kann ein Hinweis auf eine akute oder chronische Lebererkrankung sein. Da die GOT nicht so leberspezifisch ist wie GPT (Glutamat-Pyruvat-Transaminase, siehe dort), kann sie auch nach einem akuten Herzinfarkt, einer Herzmuskelentzündung oder bei Muskelkrankheiten erhöht sein.
  • auch bekannt als ALT oder ALAT für Alanin-Amino-Transferase; die leberspezifische GPT gehört wie die GOT zu den Transaminasen. Das sind Enzyme, die am Zellstoffwechsel beteiligt sind und den Abbau und Umbau von Eiweißbausteinen beeinflussen. Die GPT hat diagnostische Bedeutung zur Erkennung und auch zur Verlaufsbeurteilung einer Lebererkrankung. Ein erhöhter Wert kann ein Hinweis auf eine akute oder chronische Lebererkrankung sein.
  • Botenstoffsystem, das Glutamat (siehe dort) als Überträger nutzt. Glutamat kann sich dabei an drei verschiedenen Rezeptoren anlagern wie etwa an die NMDA-Rezeptoren im Zentralnervensystem, denen eine Funktion bei der Bildung von Gedächtnis zugeschrieben wird.
  • Stärkt das Immunsystem und schützt die Dünndarmschleimhaut. Fördert das Muskel- und Längenwachstum.
  • Wichtiger Botenstoff für das zentrale Nervensystem, steigert die Konzentrations- und Leistungsfähigkeit. Außerdem beteiligt an Entgiftungsvorgängen des Körpers.
  • Bei Glutathion handelt es sich um eine schwefelhaltige Verbindung aus den Aminosäuren Glycin, Cystein und Glutaminsäure. Es ist an vielen Stoffwechselprozessen beteiligt, spielt unter anderem eine wichtige Rolle für das Immunsystem und beim Sauerstofftransport im Körper. Die ihm in der Komplementärmedizin zugeschriebenen Wirkungen als Anti-Krebs- oder Anti-Aging-Mittel konnten bisher nicht nachgewiesen werden.
  • Der glykämische Index ist ein Maß für die blutzuckersteigernde Wirkung von Lebensmitteln im Vergleich zu der Wirkung von Glukose. Dabei wird die Wirkung von 50 g Kohlenhydrate aus einem Lebensmittel mit der Wirkung von 50 g Glukose verglichen. Bei der Bewertung des GI besteht allerdings die Schwierigkeit, dass man den Kohlenhydratgehalt eines Lebensmittels kennen muss.
  • Medikamente, die in der (Anti)-Hormontherapie gegen Brustkrebs eingesetzt werden; sie hemmen die Hormonbildung in den Eierstöcken.
  • Neurohormon, das in einem Kerngebiet des Gehirns (dem Hypothalamus) gebildet wird und in der Hirnanhangdrüse die Bildung des follikelstimulierenden Hormons (FSH) und des luteinisierenden Hormons (LH) anregt.
  • Die Einstufung von Tumoren nach ihrer Bösartigkeit. Der Tumor wird anhand des Differenzierungsgrads seiner Zellen von G1 bis G4 klassifiziert. Je geringer der Differenzierungsgrad der Tumorzellen (zum Beispiel G4), desto bösartiger ist ein Tumor, weil er schneller und aggressiver wächst. Gesunde Zellen sind gut differenziert.
  • Der englische Begriff für Transplantat ist die universelle Bezeichnung für eine transplantierbare Gewebe-Einheit.
  • Bezeichnung für die häufigste Form von generalisierten epileptischen Anfällen mit tonisch-klonischen Krämpfen (einer krampfartigen Versteifung der Körpermuskulatur folgen krampfartige Zuckungen).
  • Gehört zu den weißen Blutkörperchen. In seinem Inneres finden sich kugelförmige Einschlüsse (Granula), die ihm auch den Namen gaben. Die Gruppe der Granulozyten kann anhand dieser Granula, die sich unterschiedlich anfärben lassen, unterschieden werden. Sie üben wichtige Funktionen im Abwehrsystem aus.
  • Trübung der Augenlinse. Erkrankung des Alters, die sich durch Verschlechterung der Sicht, eingeschränkte Sicht und Blendungsempfindlichkeit äußert.
  • Hauptbestandteil des Gehirns mit Frontallappen (Stirnlappen), Parietallappen (Scheitellappen), Temporallappen (Schläfenlappen), Okzipitallappen (Hinterkopflappen) und Inselregion oder Zentrallappen
  • Wirkstoff in blutzuckersenkenden Tabletten
  • natürliches Material, das dem Kautschuk ähnlich ist; wird in der Zahnmedizin zur Füllung der Wurzelkanäle eingesetzt.
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