Artikel zum Thema "darmentzuendung"
[...]Hermann W. ist heute 55 Jahre alt. Mit 52 Jahren stellt er erstmals Blutbeimengungen im Stuhl fest. Ein Internist diagnostiziert Hämorrhoiden und verordnet Zäpfchen, die die Schmerzen lindern und die Entzündung bekämpfen sollen. Die Beschwerden lassen auch tatsächlich nach, bis sich ein halbes Jahr später die Ereignisse überschlagen. Donnerstag: Die Blutungen im Analbereich treten erneut auf, dazu hat W. heftige Bauchmerzen und sechs bis sieben Stuhlgänge pro Tag. Freitag: W. bekommt[...]
[...]Typisch für Colitis ulcerosa sind Bauchschmerzen, heftige Durchfälle, Gewichtsverlust und Abgeschlagenheit. Moderne Medikamente wirken aber meistens sehr gut bei dieser Darmerkrankung. Eine OP ist nur in seltenen Fällen nötig. Bei den meisten Patienten tritt diese chronische Entzündung des Dickdarms das erste Mal im Alter zwischen 20 und 30 Jahren auf. Typische Symptome der Colitis ulcerosa sind heftige, teils schleimig-blutige Durchfälle, Bauchschmerzen, Gewichtsverlust sowie ein[...]
[...]Morbus Crohn trifft vor allem jüngere Menschen. Sie leiden unter Bauchschmerzen, Durchfall, Fieber und Gewichtsverlust. Moderne Medikamente und ein gesunder Lebensstil machen oft ein normales Leben möglich. Morbus Crohn ist eine Krankheit des Verdauungstrakts, die erstmals 1932 in einem Fachjournal beschrieben und nach einem der Autoren benannt wurde. Zusammen mit Colitis ulcerosa gehört Morbus Crohn zu den chronisch entzündlichen Darmerkrankungen. Die Patienten – meist jüngere Menschen[...]
[...]Patienten mit einer Colitis ulcerosa leiden oft an Begleiterkrankungen, die in Zusammenhang mit der Darmerkrankung stehen. Sie werden vermutlich ebenso wie die Colitis ulcerosa selbst durch eine Fehlregulierung des Immunsystems hervorgerufen. Es handelt sich überwiegend um Krankheiten des Bewegungsapparats, der Augen und der Haut: Bewegungsapparat: Typisch ist Arthritis, genauer: Entzündungen an den Kniegelenken, den Sprunggelenken und den Ellbogengelenken sowie an den Gelenkbändern und[...]
[...]Die Ursache der Colitis ulcerosa ist nicht bekannt. Die Erkrankung lässt sich auch nicht anhand eines einzigen Befundes erkennen. Es ist vielmehr ein Mosaik aus verschiedenen Informationen, das den Arzt zur Diagnose führt. Für den Patienten ist das nicht immer ganz einfach, da der Arzt ihn oft über längere Zeit beobachten muss und außerdem verschiedene Untersuchungen notwendig sind. Denn nicht zuletzt müssen auch andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausgeschlossen werden wie Morbus[...]
[...]Eine sehr seltene, aber lebensbedrohliche Komplikation von Colitis ulcerosa ist das toxische Megakolon, eine massive Aufweitung des Dickdarms, die mit heftigen Blähungen und starken Schmerzen einhergeht. Durch die geschädigte Darmwand gelangen Bakterien und giftige Bestandteile des Nahrungsbreis ins Blut und führen dort zu einer Blutvergiftung (Sepsis). Daher rühren dann weitere typische Symptome wie Fieber, Schüttelfrost und Herzrasen. Bei Verdacht auf ein Megakolon wird der Arzt eine[...]
[...]Die Colitis ulcerosa ist momentan noch nicht heilbar. Bei den meisten Patienten wechseln sich Phasen ohne oder mit nur leichten Beschwerden (Remission) und Phasen erhöhter Krankheitsaktivität (Schübe) ab. Bei einem extrem starken Schub spricht man von einem hochakuten oder fulminanten Verlauf. Setzt die Therapie frühzeitig ein und ist der Darm nur in geringem Umfang befallen, dann können viele Patienten mit einem günstigen Krankheitsverlauf rechnen. Aber auch in schweren Fällen lässt[...]
[...]Das auffälligste Symptom bei der Colitis ulcerosa ist ein blutig-schleimiger Stuhl, teilweise mit bis zu 15 Entleerungen pro Tag. Es treten auch Schmerzen auf, doch sind sie meistens auf die Zeit vor und nach dem Stuhlgang beschränkt. Weitere Krankheitszeichen sind Gewichtsverlust, Abgeschlagenheit, Leistungsschwäche und manchmal Fieber. Colitis ulcerosa kann sich auch an anderen Organen als dem Darm bemerkbar machen. Mediziner sprechen in diesem Fall von extraintestinalen Manifestationen.[...]
[...]Die Colitis ulcerosa ist vermutlich auf eine fehlgeleitete Immunantwort sowie auf eine genetische Disposition zurückzuführen. Diese beiden Ursachen lassen sich direkt leider nicht bekämpfen. Die Ärzte konzentrieren sich deshalb darauf, einen akuten Ausbruch der Entzündung einzudämmen chronische Entzündungen zum Abklingen zu bringen beschwerdefreie Intervalle möglichst lange zu erhalten (Remissionserhalt) ein Wiederausbrechen der Erkrankung zu verhindern (Rezidivprophylaxe) etwaige[...]
[...]Meistens dauert es eine Weile, bis der Arzt die Diagnose Morbus Crohn stellen kann. Zunächst muss er andere Krankheiten mit ähnlichen Symptomen ausschließen. Deshalb fallen oft längere Beobachtungszeiträume mit vielen Untersuchungen an, die der Arzt zu einem Mosaik zusammenführen muss. Patienten sollten also nicht voreilig ihren Arzt verurteilen, wenn er sich Zeit mit der Diagnose lässt. Die ersten Teile des Mosaiks bilden die Krankengeschichte (Anamnese), die genaue Analyse der Symptome[...]




