Artikel zum Thema "blutplaettchen"
[...]Fast 300.000 Menschen erleiden pro Jahr in Deutschland einen akuten Herzinfarkt. Im Jahr 2009 sind weit über 50.000 Menschen daran gestorben1. Trotz der alarmierenden Zahlen tun die meisten von uns viel zu wenig für Herz und Kreislauf. „Bei den Risikofaktoren ist an erster Stelle das Rauchen zu nennen“, warnt Prof. Dr. Melchior Seyfahrt. Auch hoher Blutdruck, hohe Cholesterinwerte und Diabetes mellitus sind weitere wichtige Risikofaktoren. Lange vor der Geburt, schon beim vier Wochen[...]
[...]Die Blutgerinnung hat eine lebenswichtige Funktion: Sie sorgt dafür, dass nach Verletzungen der Blutaustritt aus den Gefäßen rasch gestoppt wird. Dieses Ziel wird auf zwei unterschiedlichen Wegen erreicht: Nachdem sich das verletzte Gefäß zusammengezogen hat, wird die Wunde zunächst von den Blutplättchen verschlossen die sich zu einem Pfropf, dem Gerinnsel, zusammengeballt haben. Das Zusammenballen der Blutplättchen wird als Thrombozyten-Aggregation bezeichnet. In der sich[...]
[...]Der Sturz beim Sport, der Schnitt in den Finger beim Kochen – kleine Gefäßverletzungen sind alltäglich und in der Regel harmlos: Der Körper ist durch sein kompliziertes System der Blutgerinnung in der Lage, diese Verletzung wieder zu verschließen und so gefährliche Blutverluste zu verhindern. Bei einer Gefäßverletzung heften sich die Blutplättchen (Thrombozyten) aus dem Blut sofort an die Gewebsränder und bilden einen Verschlusspfropfen, den wir umgangssprachlich Schorf nennen.[...]
[...]Da vaskuläre Demenz hauptsächlich auf Schädigungen der Hirngefäße beruht, müssen weitere Gefäßschäden vermieden werden. Falls dennoch ein akuter Schlaganfall als Folge der Durchblutungsstörungen auftritt, wird er entsprechend der aktuellen Therapierichtlinien behandelt. Zudem ist die konsequente Beseitigung der Risikofaktoren oberstes Ziel: Ein dauerhaft erhöhter Blutdruck sollte mit ACE-Hemmern wie etwa Ramipril gesenkt werden. Zusätzlich wird der Arzt sogenannte[...]
[...]Blut besteht zu 55 Prozent aus Blutplasma, zu 44 Prozent aus Blutzellen und zu ca. 1 Prozent aus weiteren Bestandteilen wie Hormone, Gase, Stoffwechselprodukte etc. Das Plasma wiederum setzt sich zusammen aus 90 Prozent Wasser und 10 Prozent festen Bestandteilen. Zu diesen gehören Elektrolyte wie Natrium, Kalium und Kalzium, Kohlenhydrate, Lipide, Enzyme und etwa 6 bis 8 Prozent Eiweiße (Proteine). Einige dieser Proteine sind für unsere Immunabwehr, andere für unsere Blutgerinnung[...]
[...]Die Behandlung eines Herzinfarktes beginnt bereits durch den Notarzt auf dem Weg ins Krankenhaus. Nachdem er sich ein erstes Bild vom Patienten gemacht hat (Abklärung der Symptomatik, EKG), ist der erste Schritt im akuten Notfall die sogenannte Lysetherapie.Bei dieser Methode werden über eine Infusion Medikamente verabreicht, die die verklumpten Blutplättchen lösen sollen. Die beiden Enzyme Streptokinase und Urokinase werden hier häufig verwendet – sie fördern den Abbau von Fibrin.[...]
[...]Die Blutgerinnung ist gestört – diese Feststellung sagt einem Patienten zunächst wenig. Denn entscheidend ist, ob das Blut eine zu hohe oder zu niedrige Gerinnungsneigung hat. Am häufigsten ist wohl eine überschießende Blutgerinnung. Sie ist gefürchtet, weil sie Thrombosen, das heißt die Bildung von Blutgerinnseln, in den Venen und Arterien fördert. Eine Thrombose-Neigung, auch Thrombophilie genannt, kann zum Beispiel nach starken Verbrennungen, nach einer Operation oder nach der[...]
[...]Die durch Diabetes mellitus verursachte Erkrankung der kleinen Gefäße (Mikroangiopathie) betrifft häufig auch die Niere (diabetische Nephropathie, Nephro = Niere, pathie = Krankheit). Vereinfacht gesagt, verdicken sich durch den hohen Zuckergehalt des Blutes die Wände der kleinen Blutgefäße in den Nierenköperchen (Mikroangiopathie) und die Filterfunktion der Niere wird zunehmend beeinträchtigt. Dadurch gehen dem Körper kleine Eiweißmoleküle (Albumin) verloren. Im weiteren Verlauf[...]
[...]Es gibt verschiedene Risikofaktoren für Arteriosklerose. Die meisten dieser Risikofaktoren liegen in unserem Lebensstil begründet. Eine zentrale Rolle spielt das Rauchen, das früher oder später immer zu Arteriosklerose führt. Das Ausmaß der Gefäßveränderungen ist von der Menge der gerauchten Zigaretten und zusätzlichen Risikofaktoren, wie Bewegungsmangel oder einer fettreichen Ernährung abhängig. Rauchen schädigt die Gefäße auf vielfache Weise. Zunächst fördert Nikotin die[...]
[...]Viele Menschen nehmen Tabletten "fürs Herz", ohne deren Wirkungsweise zu kennen. Dabei gibt es entscheidende Unterschiede zwischen den vielen Medikamenten, die ein Herzkranker oft einnehmen muss: Ein Nitrat als Spray, Lutschtablette oder Kapsel eingenommen, hilft bei plötzlichem Angina-Pectoris-Schmerz innerhalb von Minuten. Es ist sozusagen das "Notfallmedikament" für belastungsabhängige Herzschmerzen. Achtung: Hilft es nicht oder nicht sofort, dann unbedingt den Notarzt rufen. ASS hemmt[...]




