Lexikon der medizinischen Fachbegriffe – B

  • Durch Bakterien hervorgerufene Gelenkentzündung.
  • Mikroorganismen, die aus einer Zelle bestehen. Die Vermehrung erfolgt durch Zellteilung. Es gibt zahlreiche Familien und Gattungen von Bakterien mit unterschiedlichen Eigenschaften. Bakterien sind häufige Krankheitserreger.
  • Weitgehend unverdauliche Nahrungsbestandteile. Ballaststoffe sind vor allem in Getreide, Obst, Gemüse und Hülsenfrüchten enthalten.
  • Methode, um verstopfte Hohlräume wie Blutgefäße, Speise- oder  Harnröhre wieder durchlässig zu machen. Dabei wird ein winziger Ballon in den entsprechenden Hohlraum eingeführt und dort mit hohem Druck kurz aufgeblasen. Dadurch wird der Hohlraum erweitert.
  • Katheter (dünner Schlauch) mit aufblasbarem Ballon an der Spitze, zum Beispiel zur Aufdehnung von Gefäßeinengungen.
  • Verhütungsmethode, die eine Barriere zwischen der Eizelle und den Spermien aufbaut, entweder mechanischer oder chemischer Natur
  • Beim Gesunden gibt die Bauchspeicheldrüse auch im nüchternen Zustand ständig Insulin ans Blut ab („basale" Insulinausschüttung). In der Diabetes-Therapie mit Insulin wird dieser basale Bedarf meist durch Verzögerungsinsulin (siehe dort) gedeckt.
  • mikroskopisch sichtbare Grenzschicht zwischen der Oberflächenschicht (Epithel) und dem darunter liegenden Bindegewebe. Solange ein Karzinom die Basalmembran nicht überschreitet, wird es als „Carcinoma in situ“ bezeichnet.
  • Im eigentlichen Sinne bezeichnet die Basaltemperatur das Temperaturminimum im periodisch schwankenden menschlichen Temperaturrhythmus. Praktischerweise wird jedoch die Aufwachtemperatur als Basaltemperatur benannt.
  • lebensbedrohliche Form eines Schlaganfalls durch Thrombose der Hirnbasisarterie
  • Eine Form der Insulintherapie, bei der – neben der Deckung des basalen Insulinbedarfs mittels Verzögerungsinsulin (Basis) – zu den Mahlzeiten kurzwirksames Insulin gespritzt wird (Bolus). Diese Therapieform bietet gegenüber der konventionellen Insulin-Therapie eine größere Flexibilität, erfordert aber auch mehr Mitarbeit vom Patienten.
  • Medikament, das direkt den Verlauf der rheumatoiden Arthritis beeinflusst, indem es den Entzündungsprozess verlangsamt
  • Grundlage jeder Diabetestherapie, bestehend aus Ernährungs- und Bewegungstherapie
  • Untergruppe der weißen Blutkörperchen, sie können z. B. bei Stress, chronischer hämolytischer Anämie, CML u.a. erhöht sein. Norm: 0-2 Prozent
  • Organ, das neben Verdauungsenzymen auch die Hormone Insulin und Glucagon bildet.
  • Untersuchung der Bauchhöhle durch optische Geräte, die über kleine Öffnungen in die Bauchhöhle eingeführt werden.
  • Die Muskeln, die den Bauchraum nach unten begrenzen und die inneren Organe stützen. Im Beckenboden liegt auch der äußere, willentlich beeinflußbare Harnröhrenschließmuskel.
  • Der Beckenboden ist eine kräftige Muskelplatte, deren Schichten sich um Scheide und After legen. Er verschließt das untere Becken und hat damit eine wichtige Stützfunktion für die Organe wie Gebärmutter, Blase und Darm.
  • Im Beipackzettel stehen die Pflichtinformationen des Herstellers über das Medikament
  • Elektrokardiogramm, das unter Belastung des Patienten (meist auf einem Fahrrad-Ergometer) aufgezeichnet wird
  • Drüsenzellen der Magenschleimhaut, hauptsächlich in Fundus und Korpus lokalisiert. Sie produzieren Magensäure (HCL) und Intrinsic Factor.
  • Gutartige (= benigne) Vergrößerung der Vorsteherdrüse (Prostata).
  • Schnittstelle zwischen Benutzer und dem eigentlichen Programm. Fast immer grafische Elemente, z.B. Buttons, Textfelder, usw.
  • Aufteilung der gesamten Strahlendosis in mehrere Einzelportionen. Gesundes Gewebe, das durch die Bestrahlung eventuell in Mitleidenschaft gezogen wurde, kann sich so in den Bestrahlungspausen besser erholen.
  • Medikamente, die bestimmte Bereiche des menschlichen Nervensystems stimulieren. Sie werden vor allem zur Behandlung des allergischen Asthmas eingesetzt
  • Eiweißkörper, die durch Durchtrennung eines größeren Eiweißes ( Amyloid-Percursor-Protein APP) unter Einwirkung eines Enzyms entstanden sind. Sie sind neurotoxisch (siehe dort) und bilden plaqueartige (siehe dort) Ablagerungen im Gehirn beispielsweise bei Alzheimer Patienten.
  • Als beta-Adrenozeptoren oder auch beta-Rezeptoren wird eine Untergruppe der Adrenozeptoren bezeichnet, die insbesondere durch die Hormone Adrenalin und Noradrenalin aktiviert werden. Die im Harnblasenmuskel (Detrusor) gelegenen beta-Rezeptoren lassen den Muskel erschlaffen, wenn sie aktiviert werden.
  • Ionisierende Strahlung.
  • Insulinproduzierende Zellen in den Langerhansschen Inseln der Bauchspeicheldrüse, auch B-Zellen genannt.
  • Medikamente, die Stresshormone hemmen und beruhigend wirken. Die Pulsfrequenz und der Blutdruck sinken, das Herz verbraucht weniger Sauerstoff. Beispiele für Wirkstoffe: Bisoprolol, Atenolol, Metaprolol, Celiprolol, Propranolol, Talinolol.
  • darunter fällt jede Form der Bewegung – von Spazierengehen über Schwimmen, Joggen, Walking, Radfahren bis zu Yoga – die therapeutisch eingesetzt wird. Es ist wissenschaftlich erwiesen, dass Bewegung die seelische Gesundheit fördert. In der Naturheilkunde gilt die Bewegungstherapie als eine der fünf Säulen der Gesundheit.
  • Zustand mit Beeinträchtigung von Aufmerksamkeit, Wahrnehmung, Denken und Handeln, meist mit Benommenheit und Verlangsamung einhergehend
  • Medikamente, die den Blutzucker senken, indem sie die Glukoseneubildung in der Leber hemmen und gleichzeitig die Glukoseaufnahme aus dem Darm verzögern.
  • Binaurikulare Schwingungen sind zwei Töne fast gleicher Schwingungen, die dem rechten und linken Ohr getrennt geboten werden, z.B. ein 100 Hz-Ton auf der einen, einen 110 Hz-Ton auf der anderen Seite. Das Gehirn entdeckt dabei den Unterschied in der Hertzzahl (10 Hz) und nimmt in der Mitte eine Art „Phantomton“ wahr, die sogenannte binaurikulare Schwingung von 10 HZ. Binaurikulare Schwingungen können stimulierend auf verschiedene Hirnzellen wirken, besonders wenn sie mit Musik, Atemübungen oder Visualisierungen kombiniert werden.
  • Schleimhaut in der Augenhöhle im vorderen Augenabschnitt.
  • Bedeutet dem Begriff nach „biologische Rückmeldung“. Messbare Größen wie Muskelspannung, Herzfrequenz und Hauttemperatur werden mithilfe von Geräten verstärkt, sodass sie der Patient wahrnehmen kann. Er lernt nun, diese Rückmeldungen einzuschätzen und willentlich zu beeinflussen.
  • Natürlicherweise im Organismus vorkommende Moleküle, die hauptsächlich als Botenstoffe, Hormone und Cofaktoren arbeiten.
  • Medikamentenklasse, die gentechnisch körpereigene Stoffe wie beispielsweise Antikörper (siehe dort) kopiert.
  • Messbare Stoffwechselprodukte von Körpervorgängen, anhand derer man krankhafte Veränderungen wie zum Beispiel den Herzinfarkt erkennen kann.
  • griech.: mit zwei Polen, mit zwei Fortsätzen. Die alte Bezeichnung „manisch-depressive Erkrankung“ wurde durch den Begriff „bipolare Störung“ ersetzt. Die Betroffenen leiden nicht nur unter depressiven Episoden, sondern auch unter Phasen einer übersteigerten Hochstimmung (Manie).
  • Medikamente, die bei Osteoporose eingesetzt werden, um den Knochenabbau zu hemmen. Sie werden auch bei Knochentumoren und erhöhten Kalziumspiegeln verwendet.
  • Kunststoffschlauch, der durch die Harnröhre in die Blase vorgeschoben wird, damit der Urin abfließen kann.
  • Keimblase. Stadium während der Embryonalentwicklung. Aus der Blastozyste werden embryonale Stammzellen gewonnen. Dabei wird sie zerstört, weshalb diese Art der Stammzellengewinnung ethisch besonders umstritten ist.
  • Im Gehirn vorhandene physiologische Barriere zwischen Blutkreislauf und Zentralnervensystem. Schützt das Gehirn z.B. vor im Blut zirkulierenden Krankheitserregern und Giften.
  • Chronische Erhöhung des Blutdrucks (siehe dort) in den arteriellen Blutgefäßen. Wird ein oberer Wert von 140 mmHg beziehungsweise ein unterer Wert von 90 mmHg überstiegen, spricht man von Bluthochdruck. Optimal ist ein Wert von 120 zu 80 mmHg.
  • Blutgerinnsel, Blutpfropf
  • Feste Bestandteile des Blutes. Weiße Blutkörperchen (Leukozyten, siehe dort) spielen eine wichtige Rolle für das Immunsystem, rote Blutkörperchen (Erythrozyten, siehe dort) transportieren den Sauerstoff, Blutplättchen (Thrombozyten) lassen das Blut gerinnen und verschließen Wunden.
  • Scheibenförmige Blutkörperchen, die eine wichtige Rolle bei der Blutgerinnung spielen; sie haften aneinander und bilden so einen Verschluss an verletzten Gefäßwänden.
  • Rehabilitativer Ansatz in der Therapie und Pflege von Patienten mit Schädigungen des Zentralen Nervensystems, die mit Bewegungsstörungen, Lähmungserscheinungen und Spasmen einhergehen; Grundprinzip: die betroffene (gelähmte) Köperhälfte wird in die Bewegung einbezogen. Benannt nach den Entwicklern Berta Bobath und Karl Bobath.
  • Körper-Masse-Index, das heißt, das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße. Der gesunde Normwert liegt zwischen 18,5 und 25. Werte darüber oder darunter bedeuten Übergewicht beziehungsweise Untergewicht. Berechnungsformel: BMI = Körpergewicht (in Kilogramm) geteilt durch Körpergröße (in Metern) zum Quadrat. Körpergewicht (kg) : Körpergröße (m)2.
  • Mithilfe eines Bronchoskops wird eine radioaktive Substanz in den Bronchus eingebracht, die den Tumor vor Ort bestrahlt
  • langsamer Puls, das heißt unter 60 Schlägen in der Minute
  • Aphasieform bei Störung des Broca-Sprachzentrums mit verlangsamter, stockender Sprache (= motorische Aphasie)
  • Bromelain bezeichnet eine Gruppe eiweißabbauender Enzyme aus der Ananas. Es wirkt abschwellend und entzündungshemmend. Bromelain kommt zum Beispiel bei akuten und chronischen Entzündungen zum Einsatz, die mit Schwellungen einhergehen – etwa bei Sportverletzungen. Ein sicherer Wirksamkeitsnachweis bei der Behandlung von Gelenkschmerzen steht allerdings noch aus.
  • Vom Epithel der Bronchien ausgehender bösartiger Tumor.
  • Spülung der Bronchien
  • Bronchienerweiterer Arzneimittel, die eine Verkrampfung der Bronchialmuskulatur vermeiden beziehungsweise diese auflösen können
  • Verkrampfung der Bronchialmuskulatur
  • Ast (Äste) der Luftröhre, der sich in immer feinere Äste verzweigt und in den Lungenbläschen (Alveolen) endet.
  • Meist fester Zahnersatz, der sich auf Zähnen oder Zahnimplantaten abstützt; bei Teleskopkronen kann eine Brücke auch herausnehmbar sein.
  • von einer Amerikanerin entwickelter krankengymnastischer Ansatz zur Rehabilitation von Schlaganfallpatienten mit besonderer Berücksichtigung unbewusster Mitbewegungen von Körperteilen sowie der Kräftigung der Armstrecker und Beinbeuger durch Beklopfen, Streicheln oder andere Reize
  • das verlängerte Mark (Medulla oblongata) betreffend
  • Chirurgischer Eingriff zur Überbrückung von Gefäßengstellen; ein Stück einer Beinvene wird entnommen, an das verengte Gefäß angenäht und dann unter anderem direkt mit der Aorta verbunden, sodass die Engstelle umgangen wird; Bypässe können auch aus künstlichem Material gefertigt sein.
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