Artikel zum Thema "angeborene herzfehler"
[...]Schon drei Wochen nach der Befruchtung beginnt beim Embryo die Herzentwicklung: In mehreren komplizierten Phasen bildet sich aus einem anfangs schlauchförmigen Gebilde die Zentrale des Blutkreislaufs mit den großen Blutgefäßen. Wirklich selbstständig wird unser Herz-Kreislauf-System aber erst mit der Geburt und den ersten Atemzügen des Neugeborenen. Bis dahin ist die Herzentwicklung in allen Phasen sehr störanfällig. Entsprechend groß ist die Zahl der Herzfehler, die entstehen können.[...]
[...] angeborene oder erworbene Strukturbesonderheit des Herzens oder angrenzender Gefäße. Man unterscheidet angeborene und erworbene Herzfehler, die erst nach der Geburt entstehen und beispielsweise durch Infektionen oder Herzerkrankungen bedingt sein können. Angeborene Herzfehler sind die häufigste Fehlbildung beim Menschen. Zu einem angeborenen Herzfehler kommt es, wenn die Entwicklung des Herzens beim Embryo nicht korrekt abläuft. Etwa jedes 100. Kind wird mit einem Herzfehler geboren. Jungen [...]
[...]Besonders die Behandlung angeborener Herzfehler ist heutzutage weit fortgeschritten. Kinder mit einem leichten oder mittelschweren Herzfehler können nach geeigneter Therapie meist ein normales Leben führen und sind nahezu so belastbar, wie gesunde Kinder. Und 90 Prozent aller Patienten erreichen das Erwachsenenalter. Unabhängig davon, ob ein Herzfehler angeboren oder erworben ist, muss er häufig mittels invasiver oder operativer Methoden behandelt werden. Manche Herzfehler können mit einem[...]
[...] mail@stiftung-telemedizin.de Internet: www.stiftung-telemedizin.de Deutsche Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie e.V. Achenbachstr. 43 40237 Düsseldorf Tel: 0211 / 602 6655 Fax: 0211 / 602 6656 E-Mail: info@dgpk.org Internet: www.kinderkardiologie.org Kompetenznetz Angeborene Herzfehler Netzwerkzentrale Charité, Campus Virchow-Klinikum Augustenburger Platz 1 13353 Berlin Tel: 030 / 450 576 772 Fax: 030 / 450 576 972 E-Mail: info@kompetenznetz-ahfi.de Internet: www.kompetenznetz-a[...]
[...]Ebenso vielfältig wie die möglichen Arten und Ausprägungen eines Herzfehlers sind, können die Symptome sein, mit denen sich eine Fehlbildung des Herzens äußert. Arbeitet das Herz nicht richtig, wird der Körper nicht ausreichend mit Sauerstoff versorgt. Folge eines Herzfehlers sind häufig ständige Müdigkeit, Abgeschlagenheit und mitunter stark eingeschränkte Leistungsfähigkeit. Herzrhythmusstörungen und Atemnot können ebenfalls auftreten. Bei erworbenen Herzfehlern nehmen[...]
[...]Die Aortenstenose (Verengung der Aortenklappe) ist der häufigste Klappenfehler beim Erwachsenen. In Industrieländern ist sie inzwischen nach koronarer Herzkrankheit und Bluthochdruck die dritthäufigste Erkrankung des Herz-Kreislauf-Systems, Tendenz steigend. Eine Aortenstenose ist meist die Folge einer Verkalkung bzw. eines arteriosklerotischen Klappenumbaus. Seltener ist sie angeboren oder durch eine rheumatische Endokarditis verursacht. Die arteriosklerotischen Veränderungen an der[...]
[...]Der Blutstrom vom linken Vorhof in die linke Herzkammer wird durch die Mitralklappe geregelt. Ist sie verengt, erreicht weniger Blut die Herzkammer und staut sich stattdessen im Vorhof. Der Blutrückstau bei einer Mitralstenose kann bis in die Lunge und von dort bis in die rechte Herzkammer reichen. Eine Mitralstenose ist oft die Folge einer rheumatischen Endokarditis. Frauen sind von diesem häufigsten erworbenen Herzfehler öfter betroffen als Männer. Schon bei einer leichten Mitralstenose[...]
[...]Die Pulmonalstenose (Verengung der Pulmonalklappe) ist meist angeboren, selten ist diese Herzerkrankung erworben. Bei Erwachsenen macht sich eine schwere Pulmonalstenose durch Müdigkeit und Luftnot, manchmal auch Schwindel und Synkopen bemerkbar. Leichte Pulmonalstenosen verursachen keinerlei Beschwerden und schränken den normalen Alltag einschließlich aller Belastungen nicht ein. Hört der Arzt bei der Untersuchung ein charakteristisches Geräusch über der Pulmonalklappe, wird er mithilfe[...]
[...]Wenn das Herz allmählich schwächer wird, so merkt man das nicht von einem Tag auf den anderen. Menschen mit angeborenen Herzfehlern oder nach Herzklappen-Operation kennen sich und ihr Herz oft so gut, dass sie genau einschätzen können, wie stark sie sich belasten dürfen, um keine Beschwerden zu bekommen. Anders ist es bei Patienten mit Bluthochdruck oder einer koronaren Herzkrankheit: Da diese Erkrankungen anfangs oft nicht spürbar sind, fehlt auch das Gefühl dafür, was das erkrankte[...]
[...]Dichtet die Mitralklappe den linken Vorhof nicht mehr vollständig gegen die Herzkammer ab, spricht man von einer Mitralinsuffizienz. Im Prinzip passiert hier fast das Gleiche wie bei der Mitralstenose: Durch das in den Vorhof zurückströmende Blut (Pendelblut) wird der linke Vorhof überlastet, ausgedehnt und das Blut staut sich zurück in die Lunge. Die Mitralinsuffizienz kommt oft bei älteren Menschen vor, deren Herzklappen verkalkt und dadurch undicht sind. Auch die koronare Herzkrankheit,[...]




